FOTOGRAFIE HAT NICHTS MIT KAMERAS ZU TUN. | Lukas Gentry

Nahezu jeder Fotograf entwickelt mit den Jahren seiner Tätigkeit seinen eigenen Bildstil und auch Bildbearbeitung. Der Bildstil vereint alle Elemente in der Bildsprache, wie zum Beispiel die Perspektive, Lichtwirkung, Farbraum, Schärfentiefe, Kontrast, u.v.m.. All das bestimmt den Bildstil eines Fotografen und macht so manch einen teilweise unverwechselbar.

 

Meinen eigenen Bildstil bezeichne ich gerne eher als Düster. Meine Bildbearbeitung und auch das Endresultat fällt dementsprechend aus und soll dabei den Charakter des jeweiligen Tieres zum Vorschein bringen. Meinen Schwerpunkt habe ich auf die Portraitfotografie von Hunden und Katzen gelegt.

In der Konzertfotografie sieht das schon wieder ganz anders aus, da es im allgemeinen immer dunkel ist. Das

stellt wiederum eine Herausforderung dar, ist aber nicht unmöglich. Bei dieser Art von Fotografie versuche ich den Musiker so einzufangen wie er sich auf der Bühne gibt. Ich möchte die Leidenschaft zum Vorschein bringen die ein Musiker mit sich bringt. Die Bildbearbeitung danach ist ein wichtiger Teil um seine eigenen Fotos so einzigartig wie möglich zu machen und einen Wiedererkennungswert zu schaffen.

 

Doch was genau versteht man unter Bildstil? Ein Bild wirkt grundsätzlich auf mehreren Ebenen. Es steht auf der einen Seite der Inhalt, also das Motiv des Bildes und der Umgebung. Auf der anderen Seite des Bildstils ist die formale Gestaltung des Bildes, also die Nutzung von Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung eines Bildes. Ein Bildstil entsteht aus der konsequenten Anwendung verschiedener Gestaltungsmittel. Sie können zum Beispiel aufwendig bearbeitet sein oder eher natürlich gehalten werden. Den Stil oder die Bildsprache kann man nie an einem einzelnen Bild festmachen, daher ist ein Portfolio des Fotografen unabdingbar um von einem individuellen Bildstil sprechen zu können, denn er sollte reproduzierbar sein. Erst diese Konsistent erlaubt es, von einem Fotografen einen bestimmten Stil zu erwarten der wiederkehrend ist und die Bildgestaltung maßgeblich prägt. Dieser individuelle Bildstil ist wichtig, denn es geht dabei vor allem darum einen hohen Wiedererkennungswert für die eigene Arbeit zu schaffen.